Nica Schuemie

Meditieren

„StundenlMeditationanges Sitzen, vielleicht noch im Lotus Sitz und ohne jeglichen Gedanken. Nicht schaffbar… Nein, für mich ist das Meditieren sicher nichts.“ Häufig hörte man früher solche Argumente.

Das „neue“ Meditieren

Das Bild des Meditierenden hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Meditieren gehört für viele zum Alltag. Meditation ist ein Begriff, der unter anderem mit Entspannung, Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Momenten des in sich Gehens und Kraft Schöpfens assoziiert wird.

Morgenmeditation

Ich liebe es, am frühen Morgen meine Augen zu öffnen und einfach nur zu spüren was ist. Ich weiß, dass kurz nach dem Aufwachen der analytische Verstand noch ein bisschen im Träumeland ist. Aber immerhin bleiben mir ein paar Momente, um mich zu fragen: „Wie möchte ich heute in meinen Tag starten?“ Ohne dass sofort das Alltagsprogramm anspringt.

Mein Morgenritual beginnt also damit, dass ich solange im Bett bleibe, bis ich mich so richtig gut fühle. Oft wache ich schon so auf, manchmal dauert es ein bisschen… Aber in dem Moment, wo einer meiner Füße den Boden berührt, strahle ich schon über das ganze Gesicht! Wieder ein neuer Tag! Wieder ein geschenkter Tag in meinem Leben! Danke! Was darf sich mir heute zeigen?

Dann führt mich mein Körper in die Küche. Mein erstes Getränk ist abekochtes warmes Wasser. Auch das habe ich vor Jahren in mein Morgenritual aufgenommen und es tut mir richtig gut.

So schenke dir jeden Morgen eine halbe Stunde deines Seins

Dann mache ich mir einen Haferbrei – auch warm. Während mein Frühstück durchzieht, stehe ich auf meiner Yogamatte und zelebriere ganz langsam den Sonnengruß. Spüre meinen Körper, nimm wahr, wie er mehr und mehr beweglich, geschmeidig und biegsam wird. Verbinde die Bewegungen mit meinem Atem. So vereine ich mich mehr und mehr mit meinem Körper.

Dann setze ich meine Morgenmeditation auf der Matte fort. Spüre in mich hinein. Nehme bewusst ein paar Atemzüge, schenke mir selbst vollkommenes Mitgefühl, das ich dann auf die ganze Welt und darüber hinaus ausdehne. Noch ein paar Atemzüge. Ich beende meine Morgenmeditation mit dem „Om nahma shivaya“ Mantra (Bedeutung: Alles, was du hast oder was du bist, ist gut, so wie es ist.Und wiederhole das Wort shanti dreimal… welches Frieden bedeutet.

Mein Frühstücksbrei ist nach dieser halben Stunde perfekt durchgezogen.

Nun bin ich bereit für diesen, noch so neuen frischen Tag.

Verschiedenen Meditationstechniken

Im laufe des Tages gibt es für mich unzählige Situationen, die Teile aus der Meditation enthalten. Um ein paar aufzuzählen: Ich mach mir bewusst, wie meine Füße am Boden stehen. Ich beobachte meine Atmung, wenn ich zu hektisch bin. Wenn ich das Gefühl habe, mich in meiner Arbeit zu verlieren, atme ich ein paarmal  tief durch, um wieder ganz bei mir anzukommen, …

So stelle ich in meinen Meditationskursen verschiedene Meditationstechniken vor. Sehr schnell bekommt man ein Gefühl dafür, mit welcher Meditation man sich anfangs wohlfühlt.

Den Tag rund machen

Auch vor dem zu Bett gehen bewege ich oftmals meinen Körper sanft durch und widme mich meiner Abendmeditation. Ich lasse den Tag revue passieren. Nimm wahr, was vom Tag noch besonders präsent ist, mache mir ein paar Notizen dazu. So wird mein Kopf frei.  In tiefer Dankbarkeit für mein Sein, für die Begegnungen und Erlebnisse  des Tages, beende ich mein Abendritual.

Ja, So wird der Tag ganz rund…. und ganz sanft atme ich mich in den heilsamen Schlaf hinein.

 

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar