Nica Schuemie

Da bin ich dabei!

k-Da_bin_ich_dabei_27_07_14Morgen mache ich mich auf zum Meer und möchte euch gerne noch von meiner letzten Meditation erzählen. Das Thema Frieden begleitet mich schon mein ganzes Leben. In diesen Tagen melden sich immer mehr Stimmen bezüglich unseres Weltgeschehens, dass wir doch etwas machen müssen, um dies was jetzt geschieht aufzuhalten. Für mich habe ich erkannt, dass ich mich meinen eigenen Konflikten stellen muss, so klein sie mir auch manchmal erscheinen mögen. Immer wieder… das ist für mich die Basis. Auch ist mir aufgefallen, dass es mir schwer fällt, mir die Welt als friedliches Miteinander gefühlt vorzustellen. Dies ist jetzt für mich ein weiteres Ziele, an dem zu arbeiten, diese Vision für mich fühlbar zu machen.

Und genau im richtigen Moment erreichten mich folgende Worte von Roland Sprung, spiritueller Heiler aus Berlin, der einen Abend zu diesem Thema in Berlin veranstaltete.

„Wir Alle sind diese Welt und – wir sind verbunden.
FriedensARBEIT für den NAHEN OSTEN bedeutet deshalb – FRIEDENsarbeit für & IN uns selbst! Wenn sich das gut für dich anfühlt, und du etwas dazu beitragen möchtest, dann laden Katja Burggraefe und ich dich aus aktuellem Anlass ….“

Ja! Da bin ich dabei!
Das war für mich sofort ganz klar. Ich meldete mich sofort per Mail bei Roland mit folgenden Worten an: „Ich schließe mich bitte auch hier in Kärnten genau mit diesem Focus an!“
Umgehend folgte ein Rückmail mit der genauen Uhrzeit. Heute, 20:30.
Punkt 20:30 saß ich in meiner Praxis auf meinem Meditationskissen, beobachtete meine Atmung und öffnete mich dem, was geschehen durfte. Im Hintergrund spielte ein Mix der Musik von Deva Premal unter anderem die unglaublich kraftvollen Klänge ihrer CD mit den Gyuto Mönchen. Die Wirkung der Musik, die Ausrichtung auf das gemeinsame Feld und meine Bereitschaft öffneten die Ebenen.

Ich ließ meine Stimme mit der Musik verschmelzen und lenkte meinen Fokus tief in mich. „Frieden in mir,“ dieser Gedanke bewirkte, dass die ersten Situationen auftauchten, die man vielleicht als banal und harmlos abtun würde, in denen ich aber großen Unfrieden fühlte. Situationen in meinem Leben, Begegnungen mit Hundebesitzern, die sich meiner Meinung nach nicht wirklich korrekt mit ihren Hunden verhielten und und und. Ich spürte wie groß mein Bedürfnis war im Recht zu sein. Dieses Gefühl war so stark und gleichzeitig wirkte es so trennend von den Menschen. Ich beobachtete dieses „Recht haben“ noch genauer.

Es erschien mir plötzlich so, als wäre dies die größte Wunde in mir.

Ich atmete weiter. Recht zu haben – ein Recht auf etwas zu haben – woher kommt der Gedanke, dass ich ein Recht auf irgendetwas hätte. Ich verfing mich in Erklärungen meines Verstandes. Mein Körper wurde immer schlaffer, gebeugter, eine erdrückende ganze Last nahm ich auf meinen Schultern war.Gefühle der Verzweiflung, der Wut, der Ohnmacht wie auch tiefer Traurigkeit brachen über mich herein. Dennoch blieb ein Teil von mir ganz ruhig, ließ geschehen, ohne zu bewerten.

Ich atmete bewusst diesen tiefen Schmerz. Einfach atmen. Weiter atmen. Ich hatte das Gefühl tief verbunden und begleitet zu sein. Spürte das Berliner Feld. Atmen.

Dann wurde es ganz still in mir. Weit, ruhig, entspannt, friedvoll. Mein Körper richtete sich wie von selbst auf. Die Musik wurde mir wieder bewusster, ich stimmte wieder mit ein, aad guray nameh, sang Dava Premal ein Mantra zur Herzöffnung. Ich fühlte mich, mein Sein, ich fühlte mich verbunden, tief verbunden mit allem Sein – war ganz ruhig, präsent, von Dankbarkeit erfüllt, irgendwie auch anders.
Langsam stand ich auf. Es war inzwischen 22:30. Löschte die Kerzen, machte die Musik aus, ging nochmal ins Freie, atmete die Luft dieser Welt tief in mich ein.

Ja, ich bin bereit, mir den Frieden auf dieser Welt ganz bewusst immer wieder vorzustellen.